Band 
Zweyter Theil.
Seite
315
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Neuntes Kapitel. 315

der ihn gefangen nahm. Wie ihn Castaldo in Si-cherheit bringen wollte, begegnete ihm ein spani-scher Hauptmann, Namens Duzarto. Chaban-nes war der schönste Greis seiner Zeit. Seine gu -te Gesichtsbildung, sein edler Anstand, und seinprächtiger Panzerrock, machten, daß Buzarto schloß,es müßte ein sehr wichtiger Gefangener, und seineRanzion würde sehr beträchtlich seyn: er wollte al-so an den Vortheilen dieses Fanges Theil haben.Castaldo berief sich auf die Rechte des Krieges, undwollte von keiner Theilung wissen: Wohl dann,versetzte Buzarto, er soll weder dein noch meinseyn; und in dem Augenblick tödtete er den Cha-bannes mit einem Büchsenschuß *). Und also warddieser General *'*), der Schrecken und die Bewun-derung der Spanier, die ihn nur den großen Mar-schall von Frankreich nannten, zu seinem braven

Bruder

*) Urantomo bomm. iliulli-. srt. psli'ce.

**) Der Marschall Jacob von Chabannes, Herr vonPalice, hatte fast eben so vielen Feldschlachken bey-gewohnt, als der Marschall Trivulcio. Unter denRegierungen Karls des VIII. Ludwigs des Xli. undFranz des ltcn ward fast nicht eine geliefert, der ernicht mit Ruhm beygewohnt hatk. Er war mit inder von Fornova 149;; bey dem Gefechte von Ruvo,bey der Schlacht von Cerignole 150z; bcy der vonAgnadel 09; bey der von Ravenna 1512. Ertrughier soviel zum Siege bey, daß ihn die Armee nachdem Tode des Herzogs von Nemours zum Generalerwählte. Bey dem Treffen von Guinegasto, oderder Sporn Schlacht 15, g; bey denen von Marignan,von Bicocca, Pavia, ohne eine Menge andrer rühm-würdigen, oder gefährlichen Thaten und Belage-rungen zu erwähnen, die gewiß für Schlachten gel-ten konnten.

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