Neuntes Kapitel. zsi
so stark, daß endlich das Schießen der BaSquen auf.hört. Pescara gerakh nun auch in Gefahr; er wirdim Gesichte stark verwundet, fallt zur Erde und un.ker die Füsse der Pferde, und hat sein Leben blos derGeschwindigkeit zu danken, mit welcher er. wiederaufgehoben ward. Lannoy, der schon an verschiede-nen Posten ziemlich glücklich gefochten hatte, eilte zuseiner Unterstützung hurtig, und ward zurück geschla«gen; es war das erstemal, daß er ein Treffen sah,und der kleine Unfall machte ihn verwirrt. Mansagt, er sey bey diesem Vorfalle so bestürzt geworden,daß er vergessen habe, einen Hinterhalt, welchen seinVetter, der Graf von Vere commandiere, zu Hülfekommen zu lassen: allein er hatte es nicht nöthig.Die Gegend, wo der König stund, war nun nochdie einzige, wo man fechten konnte, und alle Haufender Kaiserlichen drangen natürlich dahin, als auf denMittelpunkt des Treffens. Dü Guast, Castaldo,Leva rückten von allen Enden an: aber das CorpS,das den Sieg eigentlich entschied, war das von Bour.bon, dem bisher noch nichts hatte widerstehen kön-nen. Alle diese Haufen stürmten zusammen mitsolchem Ungestüm, daß die wenige Gendarmerie, dienoch um den Könige stritte, überwältiget, an sechsOrtengebrochen, und schlechterdings nicht mehr imStande war, sich wieder zu schließen. Da bliebenChaumont, ein Sohn des berühmten Marschalls,Chaumont von Ambosse, Hector von Bourbon *),
Vicomte
*) Er war von der natürlichen Linie von Bourbon^
, Malauze.
ii. Band. ' X
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