Neuntes Kapitel. zzz
schon gesehen haben, und theils noch sehen werden,ihre Namen durch ihre Thaten, oder durch ihre Eh» 1525renämter in der Folge berühmt machten t).
Theodor Trivulzio und Chandion waren mitzwey tausend Mann, als einer Besatzung, zu Mey.land geblieben: wie sie den gänzlichen Untergang derfranzösischen Armee hörten, und die Unmöglichkeiteinsahen, diese Hauptstadt zu behaupten, so wolltensie wenigstens die Garnison retten: Sie verließen al»so eilig diesen Ort, und wie die kaiserliche Parteyzum Glück keine Truppen in den nördlichen Gegen»den deö Meylandischcn hatte, so giengen sie über denTicino, nahe bey desselben Quelle, und entferntensich von Pavia, so weit sie nur konnten. Sie mar-schirten nachher durch das Gebiet des Herzogs vonSayoyen, der sich noch nicht so öffentlich gegen dieFranzosen erklärt hatte, daß er ihnen den Durchzughatte versagen können.
Die französischen Garnisonen waren aus allenandern meyländischen Plätzen vor der Schlacht ab«gerufen, und also war dieses ganze Herzogthum selbstam Tage der Schlacht, geräumt. Die Kaiser!!»chcn verfolgten, doch nur von weiten, den Trivulziound Chandion, um sich zu versichern, daß kein Fron»zose mehr in dem Meyländischen wäre: unterwegeS,und beyläufig eroberten sie Montcarlier, Raconisund Carmagnola in dem Piemonteslschen, entwederum den Herzog von Savoyen zu züchtigen, daß erdie Franzosen durchgelassen hatte, oder ihn zu zwin»gen, daß er sich öffentlich für die kaiserliche Partey
erklären
O Du Lells/. mem. Iävr.2.