3)6 Zweytes Buch.'
k-x-> erklären müßte; sie bemächtigten sich 'gleichfalls betiz 2 z Staaten des Marquis von Saluzzo, und ahndeten
dadurch seine Verbindung mit Frankreich.
Der Abzug des Trivulzio und Chandion warwenigstens nothwendig, ja er war selbst nützlich, weiler doch zwey tausend Mann rettete, die sonst unfehl-bar in spanische Gefangenschaft gerathen wären: abermit welcher Stirn konnte der Herzog von Alenzonnach seiner Flucht die Blicke eines Hofes ausstehen,den er mit Mutlosigkeit und Verzweiflung erfüllte?Er stund sie auch nicht lange aus. Die Verachtung,die seine Gemahlinn mehr als jemals sonst gegen ihnverschwendete, die bittern Vorwürfe, mit denen ihndie Herzoginn von Angouleme zu Boden schlug, dasMurren des ganzen, gegen ihn empörten Frankreichs,seine eigenen Gewissensbisse verzehrten ihn in kurzen.Er *) starb von Schaam und Schmerz in Lyon, woder Hof seit der Abreise des Königs geblieben war,doppelt unglücklich, daß er nicht in der Schlacht mitRuhm ein Leben verlohren hatte, das er so kurze Zeiterhalten sollte, und dessen Rest so schimpflich war.Mit ihm hörte die Linie von Alenzon auf, die durchCarln von Valois von Philipp dem Kühnen ab.stammte.
Dies waren die Früchte der ewig merkwürdigenund unglücklichen Schlacht bey Pavia: die Gefan-genschaft zweener Könige, die Banden, oder der Todverschiedener Prinzen vom Geblüt, und der erstenPersonen des Landes; der fast gänzliche Untergang
der
*) Den uten April 152z.