Band 
Zweyter Theil.
Seite
349
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Eilftes Kapitel. Z49

nvn Bourbon in der Person des Connctable und in e-^->desselben Gütern angethan, die die Herzoginn von 1525Angouleme vor seinen Augen in Besitz hätte: kurz,man vergrößerte alles, was er seinem Range undden Vortheilen seines Hauses schuldig wäre.

Aber der weise Vendome glaubte, er sey dem Staatemehr schuldig, und antwortete *) denen, die ihn an-feuerten, die Ruhe desselben zu stören, daß derDienst des Königes, und die Befehle der Regentinnihn nach Lyon riefen, und daß er daselbst mit ihr ander Sicherheit des Königreichs, und an der Befrey-ung des Königs arbeiten wollte.

Die Herzoginn von Angouleme hatte alle Prin-zen vom Geblüt und alle Gouverneurs der an denGränzen liegenden Provinzen zusammen berufen,um mit ihnen auf Mittel zu denken, wie man Frank-

reich

*) Der Bischof von Paris, Franz Poncher, und unwür-diger Vetter, und unwürdiger Nachfolger des wei-sen Stephans Poncher, hetzte unter der Hand dieMißvergnügten auf. Durch seine Ränke in Spa-nien suchte er die Gefangenschaft des Königs zu »er-längern: durch seine Verkoppelungen in Frankreichbemühete er steh, der Herzoginn von Angouleme dieRegentschaft aus den Händen zu winden. Er ver-barg diese häßliche Tücke so künstlich, daß man sieerst im Jahr r 529 völlig entdeckte. Der König, derdamals wieder auf freyem Fuße war, ließ ihn inVincennes setzen, wo er den lten September i;z2starb, eben da man ihm den Proceß machte. (Driefedes Königs vom iMi Jan. 1 ;->6, und i/tenAugust1 5 Z >) Eben dieser Franz Poncher habe durch dieärgerlichste Simonie sogar falsche Acten untergescho-ben, um sich in den Besitz der Abtey Fleury, odervon St. Benedict an der Loize zu setzen.