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Zweytes Buch.
holten Befehlsbriefen vom Könige in ihre Register1525 ein. Ruhmwürdiges Zeugniß der Zufriedenheitdes Königs, und der Hochachtung, die er gegen denGrafen von Guise trug *). Das Parlement hatteihm gleichfalls einen Beweis seiner Hochachtungund Erkenntlichkeit gegeben, und mit einhelliger Be-willigung , und kraft eines feyerlichen Enkschlußesaller seiner Glieder, ein Glückwünschungsschreibenüber diesen Sieg an ihn ergehen lassen.
Diese erste Gefahr war vorüber, und man fiengan wieder Luft zu schöpfen, und wie die größte Glück-seligkeit oft durch einige Widerwärtigkeiten vergif-tet wird, so fieng man nun auch an zu sehen, daßdie schrecklichsten Unglücksfalle mit einigen Trö-stungen vermischt sind, und daß Staaten, die demAnscheine nach ihrem Untergänge vollkommen nahesind, in dem verschiedenen Interesse ihrer Nachbarn,in den Leidenschaften, und zufälligen Umständen,Mittel finden, sich wieder zu erheben, und zu beve-stigen. Es schien anfänglich, der Kaiser, und derKönig von England hätten Lust Frankreich untersich zu theilen, wenn sie es mit vereinigten Kräftenund gemeinschaftlichen Kosten würden erobert ha-ben. Aber so leicht verschlingt man die großenStaaten von Europa nicht. Sie konnten sich überdie Theilung nicht vergleichen : jeder von beydenverlangte zu viel, und furchte sich, den andern zumNachbar, und folglich zum Feinde zu haben. Miß-trauen
*) Die Inregisterirung ist vom i2ten Aug. 1528, unddie Briefe in dem nächst vorhergehenden Brachmo-nat geschrieben.