Band 
Zweyter Theil.
Seite
366
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z66 Zweytes Buch.

und daß sich daselbst Lannoi und der Königmit einigen Spanischen Regimentern einschiffensollten, da inzwischen die andern Generale dieArmee zu Lande nach Neapel führen sollten. DerEntwurf des Unterkönigs war, so bald er sich in Ge-nua eingeschifft hätte, nicht nach Neapel zu segeln, »sondern nach Spanien. Inzwischen hatte Mont.morency die sieben französischen Galeeren von Mar-seille nach Toulon gebracht, und glaubte, er müßte,ehe er sie dem Unterkönige überlieferte, noch erst einenausdrücklichen Befehl vom Könige dazu haben.Lannoi, der allezeit mißtrauisch, und gezwungen war,mißtrauisch zu seyn, besorgte, dieser Aufschub möchteeinen Entwurf einer Aufhebung verbergen: und obgleich Montmorency mit den ausdrücklichsten Befeh,len zurück gereiset war, die sieben Galeeren aufsschleu«nigste zu bringen: so wollte Lannoi den König dochnoch auf die Probe stellen, und an statt zur Rechtennach Spanien zu segeln, wandte er sich zur linkenHand nach der Küste Italiens, als ob er den Ent-schluß, der im Kriegsrath gefaßt war, ausführen, undden König nach Neapel bringen wollte. Der Königwar darüber zween Tage lang in der äußersten Furcht,und den lebhaftesten Schmerzen: er rechnete auf diespanische Reise, als auf das sicherste Mittel seineFreyheit in kurzem zu erhalten. Der Unterkönighielt sich etwas zu Portovenere auf: und da stieß Mont-morency nebst den französischen Galeeren zu ihm.Darauf nahm der Untertänig, ohne weitere Vorstel-lung, mit seinem Gefangenen den geraden Weg nachSpanien. Der König streifte nahe bey den Hier«-

schen