Cilftes Kapitel. 367
schen Inseln vorbey, warf einen betrübten Blick auf k-x-,die Küsten von Frankreich, die man von der Flotte 1525sah, und seufzte aus Wehmuth und aus Hoffnung.Varillas hätte, seiner Meynung nach, diese Schiff,fahrt nicht beweglich genug vorgestellt, wenn er nichtden Umstand dabey erdichtet hatte, daß AndreasDoria mit seinen Galeeren gekommen sey, den Königzu befreyen, daß Lannoi sich gezwungen gesehen habe,ihm sagen zu lassen, wenn er sich nicht bey Zeiten cnt.fernte, so würde er sich in der Nothwendigkeit sehen,gegen seinen Gefangenen das Aeußerste vorzunehmen;daß Doria auf diese Drohung »roch nicht gewichensey, noch sich eher zurück gezogen habe, als bis derKönig selbst sich auf einer Galeere gezeigt, und ihmbefohlen habe zu weichen, daß es Doria gethan, aberaus Verdruß niik den Zahnen geknirscht habe.
Der König sehte seine Reife ruhig fort, und kaman die Küsten von Spanien: kaum aber war er gelan-det, so empörten sich die Soldaten wegen eines rück.ständigen Soldes, den ihnen der Unterkönig nicht be.zahlen konnte. Nach einigen trotzigen Federungenvon ihrer Seite, und einigen höflichen Entschuld!,gungen von Seiten des Unterkönigö, stellten sie sichin den Waffen vor dem Hause, worinn der Königund Lannoi waren g). Dieser trat an das Fenster,um sie zu besänftigen, allein ein Hagel von Schüssen,den diese Rebellen auf ihn thaten, zwang ihn, zurückzutreten: er besorgte so gar, sie möchten das Hausstürmen, und rettete sich eilig aus einer Hinterthür.
Der König stund bey dieser Gelegenheit in großer
Gefahr,
g) Lrsnt. Uomm. iilustr. art. Lbisvre».