Eilftes Kapitel. Z8r
hatte, als nur die Schlösser von Cremona undvon Meyland, und auch die wurden beyde belagert.Der Herzog, der in dem vön Meyland war, stundin Gefahr darin« gefangen zu «erden. Der un.barmherzige Pescara drang mit aller der Gewaltthä»tigkeit auf ihn, die ihm die Ehrsucht und das Ver.langen, eine gefährliche Verrätherey mit einer nützt»,chen auszusöhnen, einblies. Umsonst bat Sforza denKaiser um Gerechtigkeit, und seine Bundesgenos-sen um Hülfe; umsonst leugnete er aus Zagheit dieAussagen des Morons, der, wie er vorgab, sichftine Krankheit zu nutze gemacht, und die Verschwö.rung angezettelt hätte, über welche sich der Kaiserbeklagte. Pescara drang darauf, er sollte alle seineStaaten übergeben, und seinen sowohl als MoronSSecretär ausliefern. Kaum versprach er ihm dasLeben. Sforza ergriff die Partey, sich mit allemMuthe eines Verzweiflenden zu schützen. Er wußtekeine Zuflucht mehr, die Furcht hatte alle Alliirtenin Italien kaltsinnig gemacht, der Pabst war imBegriffe, sich dem Kaiser zu Fuße zu werfen; dieVenetianer traten schon in Unterhandlung, allesverließ den Sforza: aber ein unvermutheter Vorfallrettete ihn: Pescara starb im sechs und dreyßigstenJahre seines Alttrs.
Dieser junge Held hatte itzt seinen Namen durchdie Begebenheit in Novara, und durch seine, wenig,stens zweydeutige, Aufführung gegen die Ligue ziem.lich schwarz gemacht '). So viel Tücke war einem so
großen
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