Z82 Zweytes Buch.
großen Manne zu unanständig u), und man sah zu1525 deutlich den.eigennützigen BewrgungSgrund dieserpolitischen Niederträchtigkeit *). Bey andern Ge-legenheiten hakte Pescara eine edelstolze Seele gewie-sen, die zum Befehlen gemacht schien, und wenigfähig war zu gehorchen. Er war ein aufrichti-ger Freund des Verdienstes, wenn es ihm nur nichtim Wege stund, und seine Eifersucht reizte: er ver-ehrte es tm Bayard; Er bewunderte es in Franz demI., verfolgte es im Colonna, und trotzte demselbenim Bourbon. Seine kriegerischen Talente warengerade der Gegensatz von denen, durch welche Pro-sper Colonna berühmt ward, aber in ihrer Art vor-züglich groß, und ein »»ermüdeter Fleiß, und ei-ne schleunige Erfahrung hatte sie früh zur Reife ge-bracht. Vorn drey und zwanzigsten Jahre an hatteer sich in der Schlacht bey Ravenna sehr tapfer ge,wiesen: er ward daselbst zum Gefangenen gemacht:Nachher theilte er mit Colonna die Ehre des Sie-ges bey Bicocca; die Ehre, den Bayard durch dieCamisade von Rebec überwunden zu haben, gebühr-te ihm allein: aber sein Meisterstück war die Schlachtbey Pavia: sie ist allein genug, ihn unsterblich zumachen, weil, selbst nach dem Urtheile des überwun-denen Königs, dem Pescara die erste Ehre dieses be-rühmten Treffens zustehet. Dieser General liebte ei-nen glänzenden Ruhm, und das Lärmen der Schlach-ten : allein er opferte diesem herrschenden Geschmackenichts Wesentliches auf. An «»vermutheten An-
griffe»,
n) L!ü§. kiicaru.
x) buiccurrä. I.lbr. i6>