Band 
Zweyter Theil.
Seite
387
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Eilftes Kapitel. Z87

«nerschtet seines Unglücks, noch einer der mächtigstenin der Christenheit war, einen landflüchtigen undverbannten Fürsten vorziehen, dessen ganzes Glückvon der Gnade seines Herrn, und der Güte des Kai-sers abhienge.

Ucbrigens war dieser Artikel, in Absicht aufBurgund selbst, so, wie ihn der König anbot, küh»lich, und konnte ins künftige sehr zweydeutig werden.Würden, wenn aus dieser Ehe Kinder kämen, diePrinzen der ersten Ehe, denen die Krone gehörte, zu-geben, daß Burgund zum Vortheil ihrer Stirfge»schwister von der Krone getrennt würde? Wär-den sie zugeben, daß ein neues burgundisches Haus,das heißt, daß ein neuer innerlicher Feind mitten imKönigreiche aufkäme?

Wenn aus dieser Ehe keine Erben kämen, soll-te dann Burgund, als ein Brautschah der Eleonore,an den Kaiser zurück fallen?

z) Der dritte Artikel, der den Herzog vonBourbon betraf, ward mit Abscheu verworfen, inso fern als darinn die Rede war von der Abtretungder Provenze und des Delphinaks, und sonderlichder Erhebung der Staaten des Bourbon zu einemKönigreich. Der König versprach blos, ihm seineErbgüter wieder einzuräumen, und damit er wegenfehlgeschlagener Heyrath mit der Königinn von Por-kugall schadlos gehalten würde, so both er ihm seineSchwester, die Herzoginn von Alenzon an: eineVerbindung, die vielleicht für den Ehrgeiz des Vour-bon weniger schmeichelhaft war, aber für sein HerzBb r rüh-

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