Band 
Zweyter Theil.
Seite
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Z9o Zweytes Buch.

wenn er den Schmerzen Mete, der sein Uebel ver«^ msacht, und gefährlicher gemacht hatte. Carl der^ ^ V. furchte sich, er möchte mit Franz dem l. zugleichdie reiche Ranzion verlieren, die er von ihm erwur«tete, und entschloß sich ihn zu sehen , und ihm einigeHoffnung zu geben; der CanzlerMercurinArborio,genannt Gattinara *), stelleke ihm vor, wenn er seinenGefangenen in diesen Umstanden sahe, so müßte erihm die Freyheit, ohne Ranzion und ohne Brdin-gungen schenken, denn sonst würde man diesen Be-such einer Art von Bewegungsgründen zuschreiben, dieeines so großen Kaisers eben nicht würdig wären b).Carl konnte alle das Edle, das Gerechte, das indiesem Rathe war, fühlen, aber er folgte ihm nichte).Er besuchte Franzen in der Absicht, ihm blos etwasunbestimmtes und zweydeutiges, aber doch etwaströstliches zu sagen.

Wie ihn Franz in das Zimmer treten sah, sagteer mit einem traurigen und niedergeschlagenen Ton,der den Zustand seiner Seele entdeckte ^): Ew.kaiserliche Majest. kommen also her, Ihren Ge-fangenen sterben zu sehen? Sie sind nicht meinGefangener, antwortete Carl, sondern mein Bru-der lind mein Freund, und ich habe keine an-dre Absicht, als Ihnen die Freyheit und alleBeruhigung zu geben, die Sie verlangen kön-nen. Er umarmte ihn zärtlich, er unter redete sich

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") Von dem Namen einer kleinen Stadt in dem Pie-Niontcstschcn, wo er geboren war.

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