Band 
Zweyter Theil.
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z§6 Zweytes Buch.

Bruch seicht vorher zu sehen war. Dieser Bruch1526 mußte der Ligue, in der Person Franz des I. dernun wieder frey, und in dem Besitz seiner Staatenwar, einen mächtigen Beschützer geben: wenn er aberin Madrid bliebe, so würde Frankreich, aus Furcht,den Kaiser zu erzürnen, wenig zum Besten der Ligueunternehmen. Gaktinara glaubte so gewiß, daß derTractat von Madrid nicht würde gehalten werden,daß er im Geheimenrath nicht allein gegen denselbenprotestirte, sondern, wie er gemacht war, ihn nichtbesiegeln wollte. Der Kaiser drückte also selbst dasSiegel darauf: aber die Gründe des Canzlerö hat»ten Eindruck auf ihn gemacht, sein eignes Betragenwies, daß er auf die Ausführung desselben wenigrechnete: und er war der erste, der ihn nicht hielt:er ließ den König noch einen ganzen Monat lang nachseiner Unterschrist in Madrid gefangen sitzen. DerKönig fiel in seinen alten Verdruß zurück, und schienvon einer neuen gefährlichen Krankheit bedrohet: undder Kaiser fühlte von neuen seine alte Unruhe. Dader König nach einem heftigen Anfalle vom ßiebernoch im Bette liegt, siehet er den Grafen von Lan.noi gestiefelt und in Reisekleidern in sein Zimmertreten, der ihm meldet, die Königinn von Portugal!habe ihn zum Bevollmächtigten ihrer Verlobung mit» dem Könige ernannt '). Unter so traurigen Vor.bcdeutungen gieng diese Ceremonie vor sich: der Kö»nig unterstund sich nicht, zu erkennen zu geben, wielächerlich ihm diese Vollmacht schiene, da die Köni-

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e) Lelcsr. lib. lZ n. 4g.