Z98 Zweytes Buch.
„und Sie werden es bleiben: aber bisher haben wir„als Fürsten gehandelt, ißt wollen wir als rechtschaff-ne Edelleute mit einander sprechen; gestehen Sie mir„mit der Offen Herzigkeit eines Cavaliers, ob Sie wirk-lich entschlossen seyn, den Tractat zu halten oder„nicht?" Der König schwur, ihn zu halten, und riefzum Zeugen seines Eides ein Crucifix, das er ebenam Wege antraf. „Also kann ich, „ versetzte der Kai-ser, „wenn Sie ihr Wort brechen sollten, von Ihnen„sagen, daß Sie ihre Ehre eben so wenig geachtet hät-„ten, als den Tractat ? " Sie können es thun, sagteder König, und so schieden sie von einander.
Endlich aber sah Franz der!, nach so vielenWiderwärtigkeiten den Tag seiner Befreyung erschei-nen K): eben war der igte März 1526. Er warnach Fontarabia gebracht, und seine Mutter' und sei-ne Kinder waren in Bayonne i): mitten in demFlusse Bidasson, der zwischen Fontarabia und Andayestießt, und die Gränzscheidung der beyden Kömgrei-che macht, hakte man eine große ledige Barque vorAnker gelegt. Franz der I. der von dem Unterkö-nige von Neapel, dem Obersten von Alarzon,' undfünfzig Reutern begleitet war, stund auf dem linkenUfer dieses Flusses. Der Marschall von Lautrer er-schien zu gleicher Zeit auf dem jenseitigen Ufer mitden beyden Prinzen und einer gleichen Bedeckung vonReuterey. Franz der I. Lannoi und Alarzon gien-gen nur mit acht Mann an ein Boot, welches diesel-ben nach der Bargue führte; Lautrer mit den Prin-zen
d) Äei'üzn. comm. l» 6>
Z) Lstc-lr. l.ib. rg-