Band 
Zweyter Theil.
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400
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1526

400 Zweytes Buch.

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Zwölftes Kapitel.

Kriegsangclegeltbeiten der Ligue in

Italien, nach dem Tractare von Madrid, bisauf die Plünderung von Rom, und dieGefangeunehmung des Pabstes.

^Lt^lle Machte von Europa, und sonderlich dieg Fürsten Italiens sahen nunmehr mit Unruheund mit Hoffnung dem Betragen Franz des I.entgegen. Die Ligue rief, und reichte ihm die Arme,aber seine Kinder waren in den Händen des Kaisers.Es waren nur zwey Mittel vorhanden, sie wieder inFreyheit zu setzen: das eine war die Erfüllung desTrackakS von Madrid, das andre war ein wichtigerSieg über den Kaiser, wodurch dieser zu einem Frie»den gewungen werden mußte, dessen erste Bedingungdie Loslassung der Prinzen von Frankreich seyn konn-te. Die Ligue konnte ihm diese Vortheile erleichtern,wenn alle ihre Verbündeten getreu waren, wenn derEigennützen das allgemeine Beste nicht überwöge,wenn die Fürsten Italiens, denen der König erstzu Hülfe kommen mußte, wenn sie sich der Befrey-ung seiner Kinder annehmen sollten, nachdrück-lich bey eben dem guten Vorsätze beharreten, auchwenn sie das erhalten hätten, was sie wünschten: allesdies war ungewiß, es war gefährlich, sich in die Ligueeinzulassen; aber es war erschrecklich, den Traktatvon Madrid zu erfüllen.

So bald der König nach Bayonne kam, konnteman leicht voraus sehn, dieser Traktat würde nicht ge-halten