Band 
Zweyter Theil.
Seite
408
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s4v8 Zweyte-Buch.

e seiner Schwester der Herzoginn von Alenzon mit-gegeben, und wodurch er seinem Sohn die Kroneabgetreten, und sich selbst zu einer ewigen Gefan-genschaft verdammt hatte: bey Vorlesung diesesDenkmaals seiner Großmuth, und seiner Liebe gegensein Volk, wurden alle Herzender Anwesenden vonBewunderung und Zärtlichkeit bis zu den Thränengerührt.

Der König setzte seine Rede fort, und gab ih-nen Nachricht von dem Zustande der Finanzen, erzahlte die Summen auf, die er abtragen mußte, erwies, wozu die Gelder angewandt werden sollten, ersagte, wie viel er zur Ranzion seiner Söhne gebenkönnte, und federte das übrige.

Er schloß mit der Anerbiethung, sich wieder inSpanien zu stellen, wenn kein Rettungsmittel ge-funden werden konnte. Er gesteht, er habe seinWork gegeben, und versprochen innerhalb vier Mo-naten wieder zukommen, wenn der Tractat vonMadrid nicht erfüllet werden sollte: aber er wollteauch fein Wort nicht gegeben haben, wenn er nichtgewußt hätte, daß es ihn zu nichts verbünde, weiler nicht frey gewesen wäre.

Man sage, was man will, so taugt dieser letzteSatz doch nichts; denn was heißt das, fein Wort ge-ben, weil man weis, daß es zu nichts verbindet?

Die Clerisey antwortete durch den Mund desCardinals von Bourbon, sie würde ihm nach ihremGewissen rathen, und ihm in allen, so viel ihr mög-lich wäre, beystehen.

Der Adel erklärte sich eben so durch den Munddes Herzogs vonVendome, und setzte hinzu, er wäre

bereit,