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Zweytes Buch.
«i-*-, Die Absicht der Ligue, so wie sie in dem Tra-1526 ctat ausgedrückt ist , war, das Meyländische demFranz Sforza zu versichern»); der sollte eine Prin-zeßinn von königlichen französischen Blute heyra-then; Dem Maximilian Sforza, seinem Bruder,der noch immer in Frankreich lebte, den Gnaden,gehalt bezahlen, den ihm der König bisher gege-ben hatte, und dem Könige selbst einen jährlichenTribut von fünfzig tausend Thalern. Auf dieseBedingungen träte der König das Meyländischevon neuen ab, und behielte sich davon nichts vor-aus , als die Stadt Genua, und die Grafschaft Asti,wenn nämlich beydes würde wieder erobert seyn.
Das Königreich Neapel sollte gleichfalls ero-bert werden, und der Pabst die Freyheit haben, da-mit zu belehnen, wen er wollte, doch aber mitGe-nehmhaltung der übrigen Bundesgenossen. Wennder König von England, und der Cardinal vonPork der Ligue gute Dienste thaten, so sollte der er-ste in dem Königreiche Neapel ein Fürstenthum vondreyßig tausend Dueaten an Einkünften, und derandre eines von zehen tausend jährlicher Dueatenheben. Uebrigens nähme man dem Kaiser diesesKönigreich nicht auf ewig: man ließe ihm selbst dieFreyheit in diese Ligue zu treten, die gegen ihn ge-macht wurde l'): und auf diesen Preis sollte er dasKönigreich Neapel behalten, und nur das Meylän-dische verlieren. Sonderlich sollte durchaus keinerder Alliirten die Waffen eher niederlegen, als bisman den Kaiser gezwungen hätte, die Prinzen in
Frey-
0) 8Iei6sn. Lomm. l.. 6.p) Lelcsr. I.ik. Ig. n. 54.