Zwölftes Kapitel. 417
Dies war die erschreckliche und nahe Aussicht,die die Stadt Meyland dem belagerten Schlosse dar- 152^,both, und ihn den Entschluß fassen ließ, sich nie-mals zu ergeben. Einige Soldaten vertheidigtensich noch in demselben mit ihrem Herzoge, um ihnjawohl als sich selbst für ein gleiches Schicksal zuschützen: Die Alliirten konnten nicht zu viel eilen,um sie aus dieser Gefahr zu retten. Die Mächte.Italiens, die dieses Uebel, und das Mittel dagegenam nächsten hatten, regten sich zuerst ^); und dadie Franzosen noch unentschlüßig waren, ob sie derLigue Helfen wollten, in der Hoffnung., der Kaiserwürde mit den zwo Millionen, die sie ihm anstatt. >Burgund anbothen,zufrieden seyn,giengen die Trup-pen des Pabstes, der Florentiner, und der Venetia-ner mir langsamen Schritten nach Meyland. DerGraf Guido Rangone commandiere die Truppendes Pabstes, die Lanzen -der Florentiner wurden vondem Vitelli angeführt; der berühmte Johann vonMedicis, der von den Wunden geheilt war, die ihmrächt erlaubt hatten, der Schlacht von Pavia bey-zuwohnen, war Generalhauptmann der italiänischenInfanterie *), und Guicciardiui war Generallieute-uant der päbstlichen Truppen : der venetianifcheoberste General war der Herzog von Urbino, undder Proveditor, Peter Pesaro. Man hatte keinenGeneralißimuS ernannt: aber diesen Fehler schieneinigen die Achtung zu heben, die alle übrigen Ge-nerale gegen den Herzog von Urbino bewiesen. Er
war
^ ) Delcor. I.. ig. n.
Siehe das zehnte Kapitel dieses zweyten Bachs.
U. Band« D d