Zwölftes KapiteZ. 421
beygestanden. Sein ganzes kriegerisches Feuer ließdamals nach. Hatte ihm die Unthätigkeit, der er inseinem Gefängnisse gewohnt worden, ein ruhiges Le-ben angenehm gemacht? Hatte ihm der Wunsch, demKaisersein Wort zu halten, nur in s» fern erlaubt, indie Ligue zu treten, als er diesen Fürsten dadurch unru-hig machen, und bewegen könnte, anstatt des Herzog-thums zwo Millionen anzunehmen? Es ist schwer, dieUrsache dieser Unthätigkeit zu bestimmen: aber dieWollust erweichte ihn aniHt mehr und mehr; die Liebe,,die dem Ruhm zuweilen statt eines Sporns dienenkann, aber sehr oft die Geisel desselben wird, hielt ihnmitten in seinem Laufe auf; eines von den Hoffrau-lein der Herzoginn von Angoukeme, Anna von Pißa-.leu *) -die nachher Herzoginn von Etamxes ward^war nun andie Stelle der Gräfinn von Chateau-Bri-ant getreten.
Dd z In.
*) Er verheyrathete sie im Jahre r 5 mit Johann
von Broße, einem Sohne des Renatus von Broße,.der unter den ncnnzchcn Mitschuldigen des Tonne-labte, und abwesend mit zum Tode verurtheilt war.Sein Sohn Johann von Broße foderte, nachdemTractat von Cambray, und kraft dieses Lractats^wieder in den Besitz der confiftirken Güter seines Va-ters zu treten: er konnte sie aber nur unter der Be-dingung erhalten, daß er die Anna von Pißale»,dtedamals das Fräulein von Heilly hieß, heyrathete^Zur Belohnung seiner Gefälligkeit ward sr mir Eh-ren,kelle,'überhäuft: die sind, in solchen Fällen, dasGeld der Ehre. Der König gab ihm die eingezoge-nen Güter seines Vaters wieder , machte ihn zum.Herzoge von Estampes, zum Ritter, und Gouver«neue von Bretagne: „aber, sagtLabcmclrr, alle hie-sse Güter, alle diese Ebrenftellen erhielt er„aus einer vergifteten (Unelle, in der er sich»nicht spiegelndnrfce. Nachdem Tode Franz des i