Band 
Zweyter Theil.
Seite
425
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Zwölftes Kapitel. 425

Sforza hakte sich wenigstens geschmeichelt, die Besä-Hung würde gleich bey seiner Ankunft abziehen; aberdie Kaiserlichen legten nach eigenem Gefallen die Ge-sehe aus, die sie selbst geschrieben hatten, und behau.pteten, der Herzog müßte sich noch sehr glücklich schä.Hen, daß man ihn in Como in Sicherheit ließe.Sforza glaubte nicht sicher daselbst zu seyn, wenn dieGarnison da bliebe, und ergrief gegen seine erste Ab.ficht eine Partey, die dem Kaiser gegen ihn in Har-nisch jagen mußte: er gieng zu den Akliirten nachLodi, einen Ort, den er ihren Waffen zu danken hat.te, und der mit dem Schlosse von Cremona alles war,was er noch besaß. Einige Zeit nachher bemächtig,ten sich die Alliirten auch der Stadt Cremona; alleindiese Eroberung geschah zur Unzeit, und war Ursache,daß man nicht Meister von Genua ward. Eine Flöt.te, die Frankreich, dem Traktate von Cognac zufolge,ausgerüstet hatte, und die vereinigten Flotten desPabsteS und der Venctianer hatten sich zu beyder»Seiten von Genua gelagert, die erste bey Savona,Genua gegen Abend, und die andre ostwärts, beyPortofino: von da aus kreuzten sie unaufhörlich indiesen Meeren, und schlössen Geuua von dieser Seite,da «S am festesten ist, so enge ein, daß ihm in kurzendie Lebensrnittel gebrachen. Die Eommendantender Flotte verlangten, die Armee der Bundesgenvss.ftn sollte vier tausend Mann Fußvolk detaschiren, undGenua gleichfalls von der Landseite einschließen: sieverbanden sich, es auf diese Weife zu erobern "); ab.lein der Herzog von Urbino, der damals mit der Be»lagerung von Cremona beschäfftiget war, wollte eineDd 5

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