Band 
Zweyter Theil.
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Zwölftes Kapitel. 4z5

gen, und erwartete das Schicksal, das ihm der Kai-ser bestimmen würde; sein Proceß war gemacht: 1526er war überwiesen, daß er ganz Europa, und son-derlich seinen Herrn, Franz Sforza, gegen den Kai-ser aufgewiegelt hätte: daß er den Marquis vonPescara zu einem Aufruhr verleiten, und die kaiserli-che Armee hätte niedermeheln lassen wollen: Erward verurtheilt, den Kopf zu verlieren. Bom-

ben versprach ihm, wenn er zwanzig tausend Duka-ten bezahlen würde, das Leben; Morone sah, daßman mit ihm handelte, und glaubte, man würde sichnicht so leicht entschließen, einem Menschen das Le-ben zu nehmen, dessen Talente man gebrauchenund Vortheilhast gegen die Ligue anwenden könnte.

Er wegerte sich diese Summe zu geben s). Bour-bon hielt sich nicht lange mit Dingen auf, und ließzu seiner Hinrichtung alle Anstalten machen. Mo-räne ward bange, und die Nacht vorher, ehe er zum9 lichtplatz geführt werden sollte, erlegte er die zwan-zigtausend Ducaten. Da er auf diese Art dem To-de entronnen war, wurde er dem Herzoge von Bour«bon mehr und mehr bekannt: dieser, bewunderteseine Talente, und sein Charakter gefiel ihm : baldwar Morone über den Geist dieses Generals fasteben so mächtig, als er über den Sforza gewe-sen war.

Eer Nach?

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