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Zwölftes Kapitel.
man sah sie als eine ziemlich gerechte Belohnung derUntreue an, mit welcher der Pabst selbst/ohne Theil-nehmung seiner Alliirten, mit dem Kaiser unterhan«delte, und damals ganz öffentlich mit dem Unterköni-ge von Neapel in Traktaten stund: Aber Guiceiardirni sah den wahren Grund dieser Tücke des Herzogsvon Urbino richtiger ein: er merkte, daß dieser Ge-neral wieder in den Besitz von Monte - Feltro undSt. Leo eingesetzt werden, und, nur auf diesen Preis,die Vertheidigung von Rom und von Florenz über-nehmen wollte. Guicciardini versprach ihm diese Er-stattung im Namen des Pabsts; aber der Pabst,der den Rovers mehr hastete, als er von ihm gehastetwar, wollte da» Versprechen des Guicciardini, wozuer keine Vollmacht ertheilt hatte, nicht halten, undlief, wie alle, die ihrem Haffe blindlings folgen, insein Verderben.
Clemens glaubte ein sicherer Mittel gefunden zuhaben, den Bourbon aufzuhalten, wenn er mit demUnterkönige von Neapel einen Waffenstillstand schlös-se, und diesen Unterkönig nach Rom kommen ließe,damit dessen Ansehen die kaiserliche Armee in Zaumhielte, wenn sie näher anrücken sollte. Er eilte demHerzoge von Bourbon von diesem Stillstände Nach-richt zu geben, und ihn, unter Anbietung einer Sum-me Geldes für seine Völker, zu bewegen, ihn gleich-falls anzunehmen. Dieses Anbieten ward als> unzu-länglich verworfen. Der Unterkönig schickte selbst ei-