444 Zweytes Buch.
um Abgeordneten an den Herzog von Bourbon, der1527 ihm halb als einen Rath, und halb befehlsiveise denAntrag thun mußte, den Stillstand anzunehmen. Al-le Antwort, welche die Spanier dem Abgeordnetengaben, war diese, daß sie ihn fast niedergehauen hät-ten ä), und kaum konnte er sich aus demLager retten.DerMarquis dü Guast glaubte, er müßte den Befehlendes Unterkönigs, der die Person des Kaisers in Ita-lien vollkommen vertrat, gehorchen, verließ die Ar«mee, und zog nach dem Königreich Neapel, die Sol-daten erklärten ihn aus eigner Macht für einen Rtz-bellen: so groß war ihre Ergebenheit für den Herzogvon Bourbon.
Der Unterkönig, der die Begegnung erfuhr, wo-mit man seinen Abgesandten empfangen hatte, mrdder sich überdem die Ehre geben wollte, die Furchtdes Pabstes zu vertreiben, und die Vollziehung einesTrackats, der sein Werk war, zu bewirken, reiseteselbst ab, den Herzog von Bourbon zu sprechen, undzurAnnehmung des Waffenstillstandes zu bewegen:er versprach dem Pabste, wenn sich Bourbon wegernsollte, so würde er die Mittel wissen, ihn zum Gehor-sam zu zwingen: er würde nämlich den Spaniernund Jtaliänern, nach seiner Vollmacht, befehlen, dieArmee zu Verlagen, und Bourbon würde alsdannweiter keine Soldaten haben, als allein seine Deut-schen. Dies eben war es, was der Herzog von Bom-ben
ä) kslcar. l.. 19. n. zz.