Band 
Zweyter Theil.
Seite
453
JPEG-Download
 

Zwölftes Kapitel. 45 z

schleppte ihn laüffend mit sich, bis an das Thor derBurg, wo er zerquetscht und zerrissen ankam, aber 1527.doch der Wuch der Sieger entflöhe.

Die Einbildungskraft stellt sich mit Entsetzen dieGräuel vor L), von welchen Rom zweenMonare lang Z),welch unerhörtes Schicksal! ein Schauplatz war,denn so lange dauerte diese Plünderung »nunterbro-chen. Es hatte mehr Spuren der Menschlichkeitbeyden wilden Barbaren gefunden b), von welchen esehemals, unter den Alarichs, den Genserichs, denTotilas verwüstet ward i). Unschuldige Dirnen wur-den genothzüchtiget, und hernach erwürget; die sogerühmte Ehre der römischen Frauen, in Gegenwartihrer Männer, der ehrlosesten Schändung preis ge-geben ; der Natur auf tausenderley Arten durchWuth und viehisch« Lüste getrotzt; der Geiz unddie Gottlosigkeit stritten unter einander um die Ehredie Tempel zu plündern, die geheiligten Gefäße zuentweihen, die Klöster zu berauben; der brutaleStolz der Ketzerey brauchte recht angelegentlich diepriesterlichen Kleider, die Merkmaale der geistlichenWürde, zu den schändlichsten Possenspielen, Be-schimpfung , Hohn, Schläge, Verstümmelungenwurden den Priestern und Bischöfen verschwendet,die übertriebensten Lösegelder drey bis vier mal, mit

Ffz einer

k) Luiccisrä. I.. r tz.

8) 8tei<i,n. komm. l.,6.k) kelcsr. I.. ry. 2 g.i) käem. äs äu keUs^. I.. z.