Band 
Zweyter Theil.
Seite
459
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Zwölftes Kapitel. 459

Imola ein; der Herzog von Ferrara hatte Modenagenommen, und behielt es: Florenz warf das Joch ^ ^der Mediceer ab: alles was man damals wider sievornahm, war gerecht, denn alles war leicht: derAugenblick war gekommen, in welchem er fühlenmußte, wie sehr man Unrecht hat, wenn man schwach,und unglücklich ist. Seine Freunde, feine Unter-thanen selbst waren seiner Befreyung hinderlich, weilsie die Plähe nicht auslieferten, die er versprochenhatte. Die Ligue behielt Civita Castellana, AndreasDoria *) blieb in Civita - Vccchia: Parnza undPiacenza wegerten sich die Kaiserlichen einzunehmen.

Zum größten Unglück fieng die Pest an in Romzu wüthen, und drang bis in die Engelbburg, woder Pabst, der immer in Lebensgefahr war, täglichseine Freunde und Bedienten um sich her sterbensah.

Einige Cardinäle, denen er auftrug k die Gnarde des Kaisers für ihn zu erflehen, wagten es nicht,sich in die Hände dieses Fürsten - Fängers** zugeben.

Der

k) Surcclarä. L» 18.

*) Zur Versicherung von 14040 Ducaten, die man,wie er sagte, ihm als seine Besoldung noch schul-dig wäre.

**) ^/>rr»ce,. Ach habe lange bey mir an-

gestanden. ob ich diesen lächerlichen Ausdruck, dermir der Würde der Historie eben nicht angemessenscheinet, im Deutschen brauchen dürste. Einsich-