Band 
Zweyter Theil.
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463
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Zwölftes Kapitel. 46z

die Gefangenschaft des Pabstes nicht anrechnenmöchte, an welcher er vielleicht keinen Antheil hatte, ^von welcher er aber doch den möglichsten Vortheil ^ziehen, und wenn eö nöthig wäre, sie selbst verläwgern wollte. Man sieht leicht, daß die öffentlichenBethstunden, die in Madrid angestellt wurden, indiesem Plane einen Plah finden, und daß sie in dem-selben ohne die Unanständigkeit erscheinen, die ichdenselben in dem gegenseitigen System vorgeworfenhabe.

Einige Schriftsteller sagen, der Kaiser habe denPabst, so wie zwey Jahr vorher Franz den I. nachSpanien wollen bringen lassen; und daß er diesemEntwurf blos auf die Vorstellung einiger Bischöfe,und Großen seines Reichs habe fahren lassen, weildiese besorgten, der Kaiser möchte sich dadurch gaezu verhaßt machen» Wenn auch dieser Umstand,der doch sehr ungewiß ist, wahr wäre, so würde ergleichwohl meine Vermuthung nicht bestreiken. Eswar natürlich, daß der Kaiser, die Sachen möchtenauch laufen, wie sie wollten, alleiniger Herr desSchicksals des Pabstes seyn wollte: wie Carl der V.sich dann würde betragen haben, das würde man danngesehen haben; aber etwas gewisses kann man nichtdavon sagen. Ueberdem kann man zweifeln, obauch die Armee in die Abführung des Pabstes nachItalien würde gewilliget haben.

Mit