Band 
Zweyter Theil.
Seite
464
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464- Zweites Buch.

^ Mit einem Worte, die natürlichste Rolle,^ ^ die der Kaiser spielen konnte, bestund darinn,daß er den Schein annähme, als ober an demVerhaft des ' Pabstes unschuldig wäre, und ihnmißbillige; daß er seine Freyheit wünsche, daß eran ihrer Bewirkung arbeite, aber daß er der ganzenWelt glauben mache, seine Befreyung stehe nicht inseiner Gewalt.

Wegen eben dieser Ursache mußten seine Feindedie Verwüstung Italiens, die Plünderung vonRom,die Gefangenschaft des Pabstes als ein Werk desKaisers vorstellen; in heftigen und anzüglichen Ma-nifesten alle die Titel prächtig anzeigen, die die Per-son des souverainen Bischofs einem christlichen Für-sten ehrwürdig und heilig hätten machen müssen; undendlich das Betragen des Kaisers, den ganzen Eu-ropa verhaßt und fürchterlich abmalen. Dieser letz-te Punkt war nicht schwer. Ein König von Frank-reich, und ein Pabst, die kurz auf einander von derkaiserlichen Armee gefangen waren ; ein Pabst, dernoch gegenwärtig unter der Bewachung eines spani-schen Officiers stund, da inzwischen noch zween kö-nigliche französische Prinzen in den Handen des Kai-sers waren ; das Meyländische, das dem Sforza,und das Erbtheil des Apostels Petrus, das seinenNachfolgern auf dem pabstlichen Stuhle entrissenwar; ganz Italien, das halb in Fesseln lag, undhalb damit bedrohet wardi alles dies mußte den Kai-'

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