Band 
Zweyter Theil.
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Zweytes Buch.

ren, was dem Herold aufgetragen war, ihm zu sa»^8 gen. Und hier kann man sich nicht genug verwun-dern, wie eine so unerhebliche Förmlichkeit, eine Sa-che von einer so großen Wichtigkeit entscheidenkönnen. Wie hat der König nicht fühlen können,daß er, wenn er einen Herold, der ihm die Versi-cherung des Kampfplatzes brachte, unverhört wiedergehen ließe,'seinem Rival den schönsten Verwanddarboth, seine Herzhaftigkeit verdächtig zumachen,und die Schuld auf ihn zu schieben, daß der Zwey-kampf nicht für sich gegangen? Man kann nichtsagen, daß er sich fürchte vor einer so feyerlichenVerjammlung die Vorwürfe der Treulosigkeit, dieihm der Herold im Namen des Kaisers etwa hättemachen können, anzuhören. Denn r) diese Vor-würfe hatten auf diese Versammlung keinen Ein-druck gemacht: sie hatte dieselben schon als unge-recht erkannt, da sie den Tractaet von Madrid fürnull und nichtig erklärte. 2 ) Der König erlaubtenachher dem Herolde, wenn er das Cartell ausge-liefert hätte, alles zu sagen, was er wollte.

Der einzige Grund, womit der König seineübertriebne Lebhaftigkeit beschönigte, war der, daßman endlich mit Schreiben und Reden aufhören,und der Sache mit der That ein Ende machen müß-te. Aber das wahre Mittel, den Streit abzuthun,war nicht die Schriften des Kaisers zu verwerfen,und seinem Herolde Stillschweigen aufzulegen, son-dern ihm nicht zu antworten, dir Sicherheit des

Kämpft