Erstes Kapitel. 7
rühr zu verbinden; schickten an den König, als 'ihren obersten Lehnsherrn, einige Bevollmächtig» 15z-ten ab, bathen ihn um seinen Schutz, und bothenihm, wenn er ihnen beysiehcn wollte, den Besitzder Niederlande an. Dieses Anbiethen war ver-führerisch, und der König bedachte sich nicht langees auszuschlagen. Seine gewissenhafte Redlich-keit glaubte, er sey dem kürzlich erst geschlossenenWaffenstillstände dieses Opfer schuldig: er thatnoch mehr, er gab dem Kaiser von den Gesinnun-gen seiner Unterthanen Nachricht, in der festenVersicherung, der gemeinschaftliche Vortheil derKönige crfodere, daß sie sich einander dergleichenNachrichten gäben. Wir bewundern in der Ge-schichte des Alterthums den Camillus, der denFalisccrn ihren ungetreuen Schulmeister, gebun-den, und von den Schülern, die er den Römernübergeben wollte, gegeißelt zurückschickte«); denFabriz, der das Anbiethen verwarf, das ihmTi-mocharcs, des Pyrrhus Leibarzt that, diesen Kö-nig mit Gift zu vergeben, und den Pyrrhus selbstwarnte, er sollte sich für Gift in acht nehmen.
Das groömüthigc Betragen Franz des Ersten istweit bcwundrungswürdiger. Fabriz und Camil-'lus wollten nichts mit abscheulichen Entwürfen.
' mit ehrlosen Verrqthereycn zu thun haben, und siewürden Mitschuldige derselben geworden seyn,wenn sie sich dieselben hätten zu Nutze machenwol»
» len. Die heiligen Foderungen der Natur, diealle Narionalvorthcile überwiegen, legten ihnen
A 4 schlech»
e) Vrleri lll. 6. c. z.