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Zweytes Kapitel.
eben so ernstlich darauf gedacht, ihm zu schaden,als dieser sich angelegen seyn ließ, ihn freund-schaftlich zu verbinden. Selbst seine verstellteFreundschaft war Franzen schädlich gewesen, undder Kaiser hatte die unbedeutenden und eitlen Be-weise derselben in ganz Europa heimtückisch aus-posaunt , damit er alle Bundesgenossen^ Frank-reichs kaltsinnig, oder gar abwendig machen mög-tc. Die Kaiserlichen Minister sprachen an allenHöfen von nichts, als der Versöhnung dieser bei-den Nebenbuhler, von ihren Tracraten, von ih-rem brüderlichen Einverständnisse.
Der König von England sahe Franzen bereit-für einen Freund seines Feindes an, seines Fein-des, dem er in dem letztern Kriege, nicht so viel'Schaden, als Franz dem Ersten Gutes gethanhätte.
Soliman war über Franzen sehr misvergnügt,und hatte Recht dazu/ Franz, der noch nichtHerz genug hatte, ein mit der OttomanischcnPforte geschlossenes, und in ganz Europa so be-schrircncö Bündnis öffentlich zu bekennen, schiensich mit den Türken bloß in der Absicht verbundenzu haben, damit er alle Artikel dieses Bündnissesbrechen mögte, und Soliman der II. bildete sichein, daß alle Christliche Fürsten nichts als nur be-trügen könnten. Wenn inzwischen Franz bey die-ser Gelegenheit betrog, so geschahe es nur deswe-gen, weil er sich nicht unterstund den UngläubigenWort zu halten.
In Absicht auf diesen Punct des BündnissesV z mit