rr Fünftes Buch.
mit den Türken, hatte der Kaiser einen große»Vortheil über seinen Nebenbuhler, undwenn manja sagen kan, daß Carl Franzen würklich zum Be-sten gehabt und geäffet habe, sowar'es gewiß hier,da er ihn zu verschiedenen falschen Schritten ver-leitete. Hier kam es auf die Venezianer und dieTürken an.
Bis dahin hatte ein gemeinschaftlicher Vor-theil die Venezianer mit dem Kaiser gegen dieUngläubigen verbunden; aber da die Venezianerbemerkten, daß dieser Krieg unglücklich lief, undihrem Handel schadete, so ergriffen sie die Par-they mitSoliman in Unterhandlungen zu treten u).Der Kaiser wünschte diese. Traccaten zu brechen,damit er nicht allein den Ottomanischcn Waffenbloß gesicller wäre: Er wagte nicht Franz demErsten vorzuschlagen, daß er sich mit ihm gegendie Türken vereinigen mögre: aber er bath, ermögte ihm wenigstens darinn behülfiich seyn, daßer ihm die Venezianer, als Bundesgenossen er-hielte. Hierzu war weiter nichts nöthig, als daßer öffentlich vor dem Rarh von Venedig die Freund-schaft eingestunde, welche diese beiden Fürsten da-mals zu vereinigen schien. Franz begierig dieSchwachheit und willigte darein; Er befahl demMarschall d'Annebaut den Marguis du Guast,den der Kaiser nach Venedig sandte, dahin zu be-gleiten x ). Dü Guast versicherte die Venezianervon der vollkommensten Aussöhnung, von derver.
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