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Fünftes Buch.
^ ' selbst mittelmäßigen Königen *), die ihn crnie-
i;4l drigct hatten, so getreuer Unterthan, der bey sovielen Gelegenheiten, und so manchen glücklichenVorwande ein Rebell zu werden, gleichwohl ge-treu blieb, wie hätte der einen König seinen Freundverrathen können/ der ihn zur höchsten Staffelder Ehren erhoben hatte ? Dieses vorgegebene Ver-ständniß des Monkmorency mit dem Kaiser beru-het schlechterdings auf nichts.
Will man bloß sägen, der Rath des Mont«msrency sey die Wirkung einer schlecht verstande-nen Grosmuth gewesen, und der König habe esbereuet, daß er demselben gefolgert so vergißtman, daß der König so zu reden, mehr dieserMeinung gewesen sey, als Montmorency selbst;daß dieser Einfall vollkommen nach dem Sinne desKönigs gewesen, und daß er ihn selbst öffentlichzuerst vorgeschlagen hätte, wenn ihm Montmo-rency nicht zuvor gekommen wäre. Wie sollte erihn also deswegen strafen, daß er eben so gedachthatte, als er selbst? Und wenn er ihn wegen die-ses schätzbaren Fehlers hätte strafen wolle»/ wares glaublich, daß er ihn zwey Jahre lang nachhernoch immer seiner Gnade gcwürdigct hätte? Carlder Fünfte gicng im Jahre i;zy. durch Frank-reich : und man siehet aus den Briefen der Ge-sandten, und der Minister, die an den Conneta-ble geschrieben sind, daß er noch im Monat Merz1541. in dem Geheimen Rathe den Vorsitz hakte.
Eine wahrscheinlichere Ursache des Falles des
Movr-
") Franz der U. mch Carl der IX.