Band 
Vierter Theil.
Seite
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Viertes Kapitel. z i

Monkmorency ist wohl dessen Ergebenheit gegenden Dauphin. Dieser hatte unter ihm die erstenWaffen getragen, er hatte mit ihm commandiert,und gesieget, erhielte ihn, als seinen Lehrmeister,als seinen Vater wehrt, und bezeugte ihm die zärt-lichste Ehrerbietung. Der Dauphin ficng gewis-sermaßen an stch zu erheben, und ein Nebenbuh-ler des Königs zu werden, der ihm den Herzogvon Qrleans entgegen stellte: er hacke seine Freun-de, seine Günstlinge, und fast seine Parthey fürsich: er hatte selbst eine Buhlerinn, deren wach-sender Credit der noch immer zunehmenden Autho-rität der Herzoginn von Esiampcs furchtbar schien.Diese Buhlerinn war die berüchtigte Diana vonPoitiers, eine Tochter des Grafen von St. Na-lier, und damahls Wittwe des Ludwig vonVrezee, Oberlandrichters der Normandie *),eben diejenige, die, wie man sagt, auf Kostenihrer Ehre, die Begnadigung ihres Vaters vondemKönige erkaufet hatte. Ihre Reize, die über ih-re Jahre triumphirken, hatten seit einiger Zeit daSHerz des Dauphins verführt, der achtzchcn Jahrjünger war, als sie. Die Herzoginn von Cstam>pes vergrößerte, um ihm diese Leidenschaft lä-cherlich , und ihn selbst schamroth zu machen,diese Ungleichheit des Alters , und sagte, sie wä-re am Hochzeitstage der Diane von Poitiers ge-bohren**); durch dieß Vorgeben gewann sie ei-D L nen

*) Man sehe das 6. Kap, des s. Buchs, Brezeewar den rz. Jul. r?;i gestorben,

**) Sie waren nur acht Jahre vsn einander uLter-

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