Band 
Vierter Theil.
Seite
58
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5Z Fünftes Buch.

Was seinen persönlichen Character betrift, sowar der Connekable standhaft, stolz, wahrhaftig,weise, arbeitsam, von den reinsten Sitten, voneiner exemplarischen Frömmigkeit. Seine stren-gen, und zuweilen bittere Verweise verschontenkeine Veruntreuung, keine Rachlaßigkeit, keineAusschwcissung in den Sitten, keine Versäumnißder Pflicht. Qfficier, Soldaten, obrigkeitlichePersonen, Leute von jedem Range, von jedemStande, scheuten sein scharfes und wachsamesAuge. Er war der Cato seiner Zeit. Vielleichtweniger an seiner Stelle in Paris, als es jenernicht in Rom war: und beide hatten keine andreFeinde, als die Feinde des Staates. WarMontmorency zuweilen geschmeidiger als Cato, sowar er es bloß deswegen, weil es die Französi-schen Sitten natürlich mehr sind, als die Römi-schen. Ein sonst seichter Schriftsteller, (Branto-me) o) sagt mit Recht: Wollte Gott! er lebtenoch/ ober wir hätten einen so scharfen undwürdigen Sittenrichter/ als er war, der dieverschiedenen Stände von Frankreich/ dierecht artig verdorben sind/ einmal striegelte.

Zu. unsern leichtsinnigen Zeiten ist es nichtschwer einen so vcrehrungöwürdigcn Character derPedanterie zu beschuldigen; und es ist wahr, daßVrantome selbst einige Züge anführt, die denMontmorency hochtrabend, grämlich und hart vor-stellen , und daß er überhaupt mehr große als lie-benswürdige Eigenschaften gehabt hat r allein, er

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o ) Lrsnr, tiomm.UIulir, /trüc. bkonrmorenc/.