Band 
Vierter Theil.
Seite
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Fünftes Buch.

Was den Admiral Brisn betrift, dessen Gunstbey Franz dem Ersten groß genug war, daß steso gar den Connetable von Montmorcncy,und denCardinal von Lothringen zur Eifersucht reihte, soist es ein Irrthum, wenn man sich mit einigenGeschichtschreibern k) einbildet, er sey in Ungna-de gefallen, weil er im Jahre i;z6. seine Siegeim Piemontesischen, und zwar aus blinden Ge-horsam gegen den Cardinal von Lothringen unter-brochen, der befürcht habe, diese Siege mögtenden Frieden verzögern, den dieser Cardinal da-mals zu schließen hofte q). Der Rath des Car-dinals von Lothringen, war nicht ein bloßer Rathvon ihm, sondern ein Befehl, ein wiederholter«nd dringender Befehl des Königs, dem Brion,wiewohl sehr ungern gehorchen mußte. Wederder Cardinal, noch Brion hätten es wagen dür-fen, die Angelegenheiten des Königs so leichtsin-nig zu behandeln, und hätten sie es gewagt, sowären sie gewiß gleich zu der Zeit, da sie den Feh-ler begangen hätten, in Ungnaden gefallen. Diein seinem Urtheilsspruche angegebenen Ursachen,deren wir gleich erwähnen werden, sind noch we-niger die wahren. Die öffentliche Ursache, wennman sie so nennen darf, seines Falles, war vonSeiten Chabotö ein gewisser Stolz, und von Sei-ten des Königs eine von denen Grämlichkciten un,dAnsätzen von Ungeduld, die ihm nach seiner Krank-heit oft gewöhnlich wurden: aber die geheime Ur-- fache

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