78 Sechstes und letztes Buch.
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»54« verdient genauer betrachtet zu werden.
Der Kaiser hatte, wenn er Franz den Erstenin die Nothwendigkeit setzte, ihm den Krieg an-zukündigen , überhaupt die Gewohnheit, daß er demganzen Europa eine große Unternehmung, die ergegen die Mahometaner vorhätte, anmeldete, ermogte mit ihnen im Kriege seyn, oder nicht. Imersten Falle hinderte er Franz den Ersten, stch mitihnen zu seiner Vertheidigung zu verbinden, denner lud alle Christliche Machte, und selbst Franzden Ersten ein, ihm in einem so heiligen Kriegebeyzustehen. Er schmeichelte sich freilich nicht,Franz den Ersten in Absicht auf seine eigene Vor-theile gänzlich zu verblenden, oder durch unzeitigeGewissensbisse dergestalt zu beunruhigen, daß erihm »wirklich Hülfe leisten würde; aber zum we-nigsten stöhrte er doch seine Zurüstungen, erhielteseine Rache etwas auf, er gewann Zeit, und die-se Zeit schwächete den Unwillen und die Wirksan»keit des Hasses, und konnte andere Umstände ver-ursachen. War er mit den Mahometanern nichtim Kriege, so fieng er eben deswegen einen mitihnen an, damit Franz der Erste verhindert wür-de, ihn zu bekriegen; und dadurch verwechselte ereinen Krieg, in welchen die Europäischen Mächtestch gegen ihm hätten verbinden können, mit ei-nem andern Kriege, in welchen sie Ehrenthalberverbunden waren, sich zu ihm zu schlagen, oderwenigstens ihn nicht zu stöhren. Erhübe sichFranz der Erste über diese Bedenklichkciten, und
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