88 Sechstes und letztes Buch.
den mit vieler Beschwerlichkeit, und ohne Vestig.kcit angelegt waren, wurden alle Augenblick durchdie Kaiserliche Artillerie übern Haufen geschossen:inzwischen brachte man es doch so weit, daß mander Stadt alle Gemeinschaft mit dem Meere ab.schnitte: de TcrmeS ward mit der leichten Reu--,terey abgeschickt, die Ausgänge der Gebürgt zubesetzen, durch welche der Stadt zu Hülfe gekom-men werden konnte: aber alles dieses geschahe zuspät, und die Stadt hakte so viel Hülfe bekom-men, als sie nur brauchte. Die Belagerten sirapa-zierten die Franzosen durch mörderliche Ausfälle:in einem derselben hatten sie sich bereits der Bat-terien bemächtiget, und fiengcn schon an dieCa-nonen in die Graben ^zu werfen, als noch zumGlücke Brißac, Oberster der Französischen In-fantceie mir einer Hand voll Volks angclausfcnkam, und mit solchem Nachdruck auf sie einhicb,daß sie zurück weichen mußten. Dieß war diegrößte That der Franzosen vor Pcrpignan: alleinste diente bloß zu dem besondern Ruhme deHVris-sacs ^). Der Dauphin, der ein Augenzeuge da-von war, rühmte und beneidete auf eine edle Wei-se Brißacs Tapferkeit: er mußte in mehr als ei-ner Absicht über diesen tapfern und galanten Rit-ter eifersüchtig seyn: denn er war es, den, wieman sagt, die Herzoginn von Valcntinois in ge-heim seinem Herrn vorzog k ), und den HeinrichsÄuge Eifersucht mit kriegerischen Ehrenstellen über-häufte,
o) klem. üe Du Lells)-. I.. y.'
x) Lleielsn. Lommsnr. d. 14.