Band 
Vierter Theil.
Seite
114
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114 Sechstes und letztes Buch.

beschworen hatte: die Stadt glaubte, sie müßtewegen dieser Gerechtigkeiten mir der Abgabe ver-schont werden/ und wegerte sich nicht allein derBezahlung, sondern beschimpfte und jagte dieBedienten fort, die sie einfodcrn sollten. Die-ser Aufruhr konnte nicht, als nur durch die Ge-genwart des Königs geftillct werden, und derkam auch mit einem großen Gefolge von Lansque-netS, und mit dem festen Entschluß an, den Ge-horsam zu erzwingen. So buld die Stadt ihrenHerrn sahe, erinnerte sie sich ihrer Pflicht, ver-abscheuete ihr Vergehen, und unterwarf sich auf-richtig. Der König crgrif mir Freuden die Ge-legenheit, seine Gnade zu bezeugen. Er erschienauf dem Rathhause im vollen Glänze der König-lichen Majestät. Das Volk, unruhig, bestürzt,und voll ängstlicher Erwartung der Strafe, diees verdient zu haben glaubte, zitterte vor denFüssen des Throns, den eine schreckliche Leibwachtumringte. Der Auwald des Volks warf sich nie-der, und umarmte die Kniee des Königs, bezeug-te die Reue der Stadt, und bath demüthig umGnade, die die Aufrührer zu erhalten nicht Höf-ten. „ Wir wollen, sagte der König mit einem„ Gesichte, in welchen sich Liebe und Mitleiden„ mahlte, nicht mehr von Aufruhr sprechen. Vcr-„ gesset ihr ihn, wie ich ihn auch vergesse: Ich„ sehe hier nichts, als meine Kinder, erkennet„ ihr glcichfals euren VaterJa ich lasse„ euch Gnade wiederfahren, eine gänzliche, voll.

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