Drittes Kapitel. n;
„ kommene Gnade, ohne Bedingung, ohne Aus-„ nähme : ihr sollt dieselbe weder durch das Opfer„ eines einzigen eurer Mitbürger, noch durch den„ Verlust eines einzigen eurer Vorrechte erkaufen.„Wehemir! wenn meine hiesige Gegenwart ein„ trauriger Zeitpunct für euch würde: ich bin nicht„hergekommen, euch niederzuschlagen, sondern„ euch, durch die Pflicht, wieder zu eurer Glück-seligkeit zu führen; denn die Pflicht allein kan,, dieselbe xcin und beständig machen. Mein
„ grausamer Nebenbuhler mag immer ein Vcrgnü-„ gen darinn finden, wenn er das Blut seiner„ Unterthanen vergeust, und die unglückseligen„ Genrer unterdrückt: dieß ist ein Vergnügen,„ das seiner würdig ist: meines setze ich bloß dar-„ inn, daß ich eure Herzen wieder finde. Die„ Liebe sey hinführo, das einzige Band, das uns„ vereiniget, der einzige Grund meiner Macht.„ Diese würde mir verhaßt seyn, wenn sie meinen„ Unterthanen nicht lieb wäre. Hiemit gebe ich„ sogleich alle eure Gefangenen los, nehmet eure„ Stadtschlüssel, eure Waffen zurück; ihr wisset„ ins künftige den Gebrauch, den ihr davon zu„ machen habt. Genießet eure Vorrechte in Frie-„ den: ihr werdet den nicht hassen, der sie euch„ wieder geschenkte hak. Weg mit der fremden„Leibwache, die mich umgiebk. und die den Aur„ gen meiner Kinder schmerzen könnte: ich will„ mich allein ihren Händen anvertrauen, von ih-„ nen allein will ich bewacht seyn. Dieser Tag>„ der mir ihre Herzen wieder gegeben, ihnen ihreH r „wahre