Band 
Vierter Theil.
Seite
116
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116 Sechstes und letztes Buch.

„ wahre Vortheile, und meine Liebe gezekget hat,„ ist der schönste Tag meines Lebens: feyert ihn„ also mit dem ganzen Geläute aller eurer Glocken,„und mit Freudenfeuern: für allen!Dingen„ lasset uns Gott, der uns wieder vereiniget hat,„ die lebhaftesten Danksagungen opfern

Man kan denken, welche Entzückungen vonBewunderung, welche frolockcnde Freude diese sounvermuthete Rede in allen Herzen gewirkt ha-be, welche Thränen von Zärtlichkeit die Angesich«ler überströmet, und von welchem Iubelgeschrey,von welchen Segenswünschen die ganze Stadt er-schollen sey. Man stellet sich diese rührende Sce-ne leicht vor, man fühlet sie mit Wollust. Einegewöhnliche Politik hätte geglaubt, sie müsse einigedieser Aufrührer abschlachten lassen, um die an-dern durch Schrecken im Zaum zu halten: diezärtliche und erhabene Politik Franz des Erstenhielt davor, er müsse die Herzen und nicht die Ar-me binden, und soll hier der Erfolg ein Richterseyn über die Gewalt der Gnade und der Strenge,so waren gewiß die Niederländer denen Oesterrei-chischen Fürsten nicht getreuer, als die Bürgervon Rochelles ihren Königen»

Dieser Aufstand kostete dieser Stadt nichtsmehr, als eine Summe von zwey hundert tausendLivres, die durch die Grosmuth des Siegelbe-wahrers von Monthelon, dessen Dienste der Kö-nig mit dieser Summe belohnen wollte, wiederzum Vortheil von Rochelle gereichte: denn Mor>khelon gab ste den Bürgern wieder zur Stiftung