Drittes Kapitel. iz-
in seine Parthey ziehen und zu seinen Absichten inSchottland gebrauchen wollte, gab ihm eine seinerRichten, eine Tochter der Margaretha, Koni,ginn von Schottland *), aus ihrer zweyten Ehemit dem Grafen Angus zur Gemahlinn. Gleich«wohl hatten die Völker, die Franz der Erste nachSchottland geschickt hakte, die Regentinn und denCardinal in Stand gesetzt, den Entschluß, derwider ihren Willen über die Verehlichung der Ma-ria Stuart gefaßt war, umzustoßen, und Hein«rieh, der darüber sehr entrüstet war, kündigteSchottland den Krieg an, und führte ihn mitFrankreich. So bald als Franz die erste Nach-richt von dem Abfall des Grafen Lcnox erhielt,hatte er den la Brosse, einen Edelmann aus Bour«bon, und eben so klugen und sichern Mann, alsLenox unklug und meineidig gewesen war, eiligstnach Schottland geschickt: seine Anschläge warender Regentinn sehr vortheilhaft, aber sie war eineswirklichem Beystandes benöthigek, und la Brossehatte auch Befehl, ihr denselben anzumelden; erkam auch schleunig an r denn de Lorgeö führte ihrfünf tausend Mann zu Hülfe.
Dieß waren die Ursachen, um welcher willenHeinrich der Achte Franz des Ersten Wohlthaten
und
*) Diese Königinn von Schottland, MittweJacobsdes IV. Mutter Jacobs des V. und SchwesterHeinrichs des Viii. Königs von England, hatteden Grafen von Angus aus dem Hause Douglasin Schottland, nachJacobs V. Tode geheyrathet:und aus dieser zwoten Ehe war Margaretha, dieden Grasen von benvx hcyrathete, gebvhren.