14o Sechstes und letztes Buch.
und der Kaiser die Beschimpfungen vergaß, dieihm Heinrich der Achte angethan hatte, sowohl,als die Eide, mit welchen er sich verschworen hat«te, sich niemals mit einem von der Kirche abtrün-nigen Fürsten zu verbinden. So bald er den Kö-nig von England gegen Franzen erbittert sahe,suchte er in ein Bündnis mit ihm zu treten, under wußte dieses Bündnis, das für Franz den Er-sten allezeit sehr unfruchtbar gewesen war,sichnütz-lich zu machen.
Heinrich der Achte schickte also dem Kaiser ze-hrn tausend Engländer zu Hülfe e), und da sichdiese mit allen den Truppen vereinigten, die er be-reits versammlet hatte, so bildete er sich ein, erkönne mit einem male zwo Belagerungen unterneh-men. Ferdinand von GonZaga gieng also mit ei-nem sehr ansehnlichen Corps vor Guise: aber esdaureke nicht lange ^ so sahe man, daß Landrecyallein fest genug war, alle Kaiserliche Truppen zubeschäftigen; Gonzaga mußte die Belagerung vonGuise aufheben, und nach Landrecy zurück kehren.Brissac, der die Erlaubnis erhalten hatte, seinenRückzug zu siöhren, legte ihm einen Hinterhalt,und that, was ihm möglich war, ihn in dieseSchlinge zu ziehen; da er aber seinen Zweck nichterhalten konnte, und doch auch nicht ganz, ohneetwas ausgerichtet zu Habens, zurück kehren wollte,grif er seine Hintertruppen mit fünf hundert Mannleichter Reuterey an, und diese brachen in die Kai-serliche
e) Lelcqr l>. 2Z. n. 27.
s) Kiew, äs Vu LeU»7> l« ist