Band 
Vierter Theil.
Seite
152
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15 r Sechstes und letztes Buch.

'-- zuschieben "): der König wußte nicht ryehr, wem

r;4Z er diese gefährliche Ehre eines Auftrags, der denBothen so frevelhaften Zufällen aussetzte, anver-trauen sollte, und hatte sich an Langey, der da-mals noch lebte, und Statthalter von Piemontwar, gewandt, und ihm aufgetragen, jemandenzu erwählen, der klug und unerschrocken genugwäre, an Rincons statt, als Gesandter nach Con-stantinopel zu gehen: und er sollte ihn sicher bisnach Venedig bringen lassen. Langey beehrte mitdieser Wahl den Capitain Paulin, der nachmalsunter dem Namen des Barons de la Garde be-kannt, ein berühmter Abenthcurer, geschickt zumKriegs, geschickt zu Unterhandlungen war, unddem es weiter nichts, als an gewissen Umständenfehlte, eben so berühmt und reich, als der ersteSforza zu werden, dem er sonst in seinen Lebens-umstandcn und Abentheucrn sehr ähnlich war. Erwar, wie jener im Staube, in einem kleinenFle-cken, von armen Eltern gebohren: wie jener, ver-ließ er dieselben durch einen von solchen unüberleg-ten Zufallen, die zuweilen einen Character mit ei-nem mahle entwickeln, und die ganze künftige Le-bensart eines Menschen bestimmen. Ein Corpo-re!, der beydem Flecken, aus welchem Paulin' bärtig war, vorbey gicng, fand ihn, und anihm,so viel ein Corporal schließen konnte, Verstandund eine glückliche Gesichröbildung r er bath sich ihnvon seinem Vater aus, und versprach diesem Kin-de sein Glück zu machen, so, wie es ungefehr ein

Cor-

u) Lelcsr. l.. 2Z. n. 22.'