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Fünftes Kapitel.
Mirandola seyn, und die sich im Mailändischenzur Armee des Grafen Von Auguren schlagen soll-ten. Der Marquis dü Guast hingegen ließ indem ganzen Italien vier und zwanzig Tage nacheinander die Trommel rühren, und doch fand sichniemand, der sich hätte anwerben lassen.
Der König ließ sich anfangs den Entwurfdes Grafen von Anguien gefallen r wie er aberbald darauf die ungeheuren Aurüstungcn erfuhr,die der mit Heinrich dem achten einverstandeneKaiser an den Ufern des Rheins machte; undwie er dem Gewitter entgegen sahe, das übetFrankreich los schlagen sollte, so glaubte er, ermüßte seine Völker in das innere des König-reichs zurück rusfen, und die Gränzen desselbendecken: er gab also dem Grafen von Anguien Be-fehl, den besten Theil der Truppen nach Frank-reich zurück gehen zu lassen. Dü Bcllay erklärtesich -ohne Rückhaltung, daß man keinen schlechtemEntschluß hätte fassen können: er ist versichert,wenn der König seine Eroberungen in Italienfortgesetzt hakte, so wäre der Kaiser verbundengewesen, seine Macht zu theilen, und dann hätteer ohne Zweifel die so natürliche Sorge seine ei-genthümliche Staaten zu vertheidigen, der unge-wissen Hofnung, die Länder seines Nebenbuhlerszu verschlingen, vorgezogen; aber mußte Franzder Erste wegen eben dieser Ursache nicht die Sor-ge Frankreich zu beschützen, dem Entwürfe vor-ziehen, sich in Italien zu vergrößern? Es istwahr, Frankreich ward damals nur noch von
dem