196 Sechstes und letztes Buch.
^ ' Verdacht eines Bündnisses zwischen Franz dein
1544 Ersten, und Soliman dem Zweiten, Carl demFünften einen so wcitlaufrigcn Stoff zu einemLermcn gegeben, so stellt man sich leicht vor, wie ersteh die wirklicheVercinigung der türkischen und fron-zöstschen Flotte vor Nizza, und die Feindseligkeiten zunutz machte, die ein Mahomctanischer SeeräuberBarbatoßa, gemeinschaftlich mit einem PrinzenvoM Französischen Gcölüte angefangen hatte, umeinem christlichen Fürsten, den einzigen Ort zu enk-reißen, der ihm noch übrig war. „ Nun mußte„ Man sich nicht mehr über das Glück der Ungläü-,, bigen verwundern; sie stengen ihre Unkcrnch«„ Mungcn mit der größten Sicherheit an. Die„ Christenheit nährte in ihrem Schosße einen noch„ ungekryuern Fürsten, der den Türken die sichcr-sie Nachrichten von den glücklichen Zeitpuncten„ gäbe, der sie von allen Misheüigkeitcn in Deutsch-„ land und Italien nicht allein benachrichtigte-„ sondern selbst diese Mishe'lligkeiten stiftete, und„unterhielte; der mit ihNm alle dem christlichen,, Namen gefährliche Anschlage verabredete, und„ schmiedete; man müßte diese Schlange, die MaN„ im Busen trüge, .zerschmettern: die Christen»„ heit könnte sich Nicht bgld genug gegen ihn vcr»„einigen: UNd wie könnte sie hoffen, einen aus»„ wärtigün Feind zurück zu schlagen, dä sie in-„ zwischen einen wcitgefährlichern Feind, der den„ andern nur aufhetzte, der ihn in seine Seehäfen„aufnähme, der ihm bis ins Herz von Europa„ den Weg wiese, mitten unter sich duldeten
Das
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