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Sechstes Kapitel,
Das wenige, was die Wahrheit zu diesen 'Beschuldigungen darboth, ward durch Hypcrbolen r>44vergrößert, und durch Verlaumdungcn vergiftet.
Alle Machte wurden bey allen dem, was ihnen hcr>lig war, bey allen Bewegrmgsgründcn der Reli-gion, und der Politik beschworen, sieb mit demKaiser zu verbinden, aber alle ließen sich durchsein Geschrey picht yuf gleiche Weise über-täuben,
Der Pahsi, dem ein Bündnist mit, den Tür-ken am abscheulichsten scheinen mußte, war der,,der es mit dem kühlestcn Blute ansähe; er bliebbey siincrNeutralität, und both seine Vermittelungzum Frieden an. Der König von England, derdem Römischen Stuhl kürzlich erst allen Gehor-sam aufgekündiget hatte, war in den Augen derItaliäncr, und des Pabstes ein weit heßlicherecund näherer Gegenstand des Abscheues, als selbstder Türke. Der Pabst sahe, daß der Kaiser un-erachtct aller feyerlichenBttheurungen, die er ge-than hatte, sich niemals mit dem Könige von Engel-land zu verbinden, mit diesem Fürsten sich gleich-wohl in ein Schutz-und Trutzöündnist eingelassenhatte. Er sahe in allen diesen Trackaten, in allendiesen Bewegungen, in allen diesen Kriegen an-ders nichts, als eine gierige Politik, die sich inverschiedenen Gestchtöpuucten zeigte, unter ver-schiedenen Gestalten von neuen auftrat, und sichallezeit mix den schönsten Farben schminkte: er woll-te sich irr dieses urcheilige Chaos eigennützigerN g A rKch.