r 14 Sechstes und letztes Buch.
scn Generals ganz natürlicher Weise erinnernmußte. Der Dauphin, der ihn zärtlich liebte,und den d'Annebaut nicht leiden konnte, die Offi-ciere, die sich den Montmorency zurück wünschten,weil sie unter ihm gesiegt hatten, die Hofleute,die den d'Annebaut wegen seiner Macht hasteten,vereinigten sich alle, um Franz den Ersten durchBitten zu nöthigen, daß er den Montmorencywieder zur Armee schicken möchte. Der Dauphinwagte es, und bath sich ihn als seinen Meisterin der Kriegeskunst, und überdem als einen Hel-den, der dem Staate nöthig, und dessen Anschlä-ge in diesem Kriege so nothwendig wären, von demKönige aus. Allein es sey nun aus Haß gegenden Connetable, oder aus Eifersucht über die Rech-te der Regierung, genug der König nahm es sehrungnädig auf, daß sich sein Sohn unterstünde,ihm Minister, und Generale zu wählen; er schlugseine Bitte mit spröden Verweisen ab, und wargegen seinen Sohn, und gegen alle diejenigen ent-rüstet, die er im Verdacht hatte, daß sie dem-selben diesen Anschlag eingegeben hätten.
Die Intriguen des Hofes hatten einen merk'liehen, und unglücklichen Einfluß in diesem gan-zen Feldzuge in Champagne. Die beiden Parthei-m des Dauphins, und des Herzogs von Orleans,ncmlich die Herzoginn von Estampeö, und Dianevon Poitieres, waren offenbarere Feinde und hitzi-ger als jemals einander zu schaden. Der Königließ eine vorzügliche Liebe für den Herzog vonOrleanö öffentlich blicken, vielleicht auf Eingeben
der