Band 
Vierter Theil.
Seite
216
JPEG-Download
 

ri6 Sechstes und letztes Buch.

' ' ihren Fall vorher zu sehen, und zu fürchten, woll-

r544 te dem Herzoge von Örleans ein ausserhalb desKönigreichs unabhängiges Gebiethe verschaffen,wo sie eine Zuflucht gegen die Verfolgung, die«ruf sie wartete, zu finden hoste: der Kaiser, dermitten unter seinen weit aussehenden Eroberungs-entwürfen, und den großen Zurüsiungen des Krie-ges, die Friedcnöuntcrhandkrngen niemals gänz-lich aus den Augen setzte, schlug vor, den Her-zog von Qrleans tuik dem Mailändischen, oderDen Niederlanden zu belehnen, aber er henkte die«fem Anerbicthcn zwo Bedingungen an: die erstewar, Laß der Herzog von Qrleans entweder seineälteste Tochter Maria, oder seine Nichte, diePrinzessinn Anna, eine Tochter des RömischenKönigs hcyrathen sollte; und nach der andernBedingung sollten die Leiden beliehenen Staaten,weder das Mailändische, noch die Niederlande,niemals mit der Französischen Monarchie vereini-get werden können. Die Herzoginn vonEstampes drang auf den König ein, diese bell,den Bedingungen anzunehmen, so sehr auchdie zwoee den Vortheilen der Crone wider-sprach ; wie aber der König noch unschlüßig war,wie die Vortheile, die die Französischen WaffenHätten Haben können/ den König noch weniger ge-neigt dazu machen konnten: wie überdem dieseVortheile die Ehre des Dauphins, und die Wich-tigkeit der Diana von Portiers vergrößern mußten,so sagt man, unterhielt die Herzoginn vonEftam-xes einen verräterischen Briefwechse l mit dem Kai-ser,