Band 
Vierter Theil.
Seite
217
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Sechstes Kapitel. 217

ser, sie gab ihm von allen Entschließungen des ge-Heimen Raths, und der Armee Nachricht, und *544unterbrach also alle Maasregeln des Dauphins.

Der Graf von Longueval war derjenige, den siezu dieser gefährlichen Intrigue gebrauchte. DieBesatzung von St. Dizier hatte die Gewalt abzu«schlagen, und dem Hunger zu widerstehen gewust:aber gegen die Verrätherey konnte sie sich nichtschützen. Sancerre hatte Recht zu sagen, daßin dem Platze keine Verräther wären, aber aus-serhalb desselben gab e§ welche. Ein Trommel-schläger, den er ins Kaiserliche Lager geschickt Hatte,dieAuswechselung eimgevGefangenen vorzuschlagen,ward,Me er nach der Festung zurück gieng, von einemunbekannten Menschen angeredet, der gab ihm ei-nen in Ziffern geschriebenen Brief, und Lagkeihm,es wäre derselbe von dem Herzoge von Guise, demGouverneur der Provinz, an den Grafen vonSancerre. Man entziefert denselben in einemKriegesrakhe der ^Garnison, und findet darrnn ei-nen Befehl des Herzogs von Guise an den Grafenvon Sancerre, sich so bald und so gut als mög-lich zu ergeben, und die Besatzung zu retten, weiles unmöglich wäre, ihr zu Hülfe zu kommen «)»

Dieser Brief war von dem Lauster von Granvell«,dem die Herzoginn von Estampeö hm Ziffern-fchlüffel des Herzogs von Guise zugeschickt Hakte,untergeschoben. Dis Besatzung war in Absicht«ruf den Gehorsam gegen diesen Befehl nicht eürer-O s ley

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