226 Sechstes und letztes Buch.
rend der Belagerung von St. Dizier^) angcfan-gen, und kurz nach dieser Belagerung wurden ei,nige förmliche Zusammenkünfte zu la Chaußee, zwi-schen Vitry und Chalons angestellt. Hatte einerSeics der Kaiser die Herzoginn von Estampeöunddie Parthey des Herzogs von Orleans auf seineSeite zu ziehen gewußt, so hatte auch andernTheils diese Herzoginn das Glück gehabt, demCanzler von Granvella und dem Beichtvater desKaisers, dem Dominicaner Martin de Gusman,friedfertige Gesinnungen einzuflößen. Die Abge-ordneten zur Conferenz waren, von Seiten desKönigs, der Admiral d' Annebaut und der Siegel-bewahrer de Chemans, oder Erault: und vonKaiserlicher Seite Ferdinand von Gonzaga undGranvella.
Der Kaiser hätte vielleicht nicht ungern einenbesondern Tractat geschlossen, ohne dem Königevon En stand Nachricht davon zu geben: da aberFranz einen allgemeinen Frieden wünschte, so sand-le er den Cardinal dü Bellay-Remond, Ober-prastdentcn des ParlemcntS von Rouen, und denStaatssecretair l' Autcspine zum Könige von Eng-land, und ließ ihm den Vorschlag thun, gleich«fals Gesandten nach la Chaußee zu senden: wieder Kaiser sahe, daß Heinrich der Achte benach-richtiget werden würde, so schickte er den Bischofvon Arms nach ihm, und ließ ihn seiner Seitsgleichfalö zum Congreß einladen.
Der König von England belagerte damals in
Person
ä) Lelcsr. t.. 24. n. 4.